Kinder, Marketing und das Internet

Viele Firmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen an Kinder und Familien anbieten wollen, sehen heutzutage leider das Internet als Allheilmittel an. Eine kleine Kinderwebseite wird gestaltet, ein Ausmalbild zum Herunterladen oder ein paar Onlinespiele- und schon ist das virtuelle Kindermarketing perfekt und Kinder werden vom Produkt begeistert sein. Oder?

Leider (oder Gott sei Dank) sieht die Realität etwas anders aus.

Neueste Studien* belegen wieder einmal, dass kleinere Kinder mit 6-9 Jahren wenig im Internet sind. „Im Internet“ zu sein, setzt Lese- und Schreibfähigkeit und einen sicheren Umgang mit Keyboard und Maus voraus – was diese Altersgruppe noch nicht so gut kann. Nur 9% sind täglich, 18% mehrmals die Woche im Internet.  Bei  älteren Kindern 10-12 sehen die Zahlen schon anders aus: 23% sind täglich, 47% mehrmals die Woche im Internet. Spätestens mit 13 Jahren ist fast jeder regelmäßig online. Mit diesem Alter fängt auch die Smartphone Nutzung erst richtig an.

Was tun Kinder im Internet: Sie nutzen Webseiten für Kinder, suchen Infos für die Schule, schauen sich kurze Filme /Videos an oder hören Musik. Die beliebtesten Webseiten der Kleinen sind Webseiten der Kinder- Fernsehsender: Toggo oder Kika. Bei 10- 12 Jährigen regiert schon Youtube, Facebook oder SchülerVZ. Facebook ist in diesem Alter schon sehr interessant, aber Viele haben noch kein eigenes Profil. Erst ab ca. 13 Jahren haben 50% der Kinder ein eigenes Profil angelegt.

Was heißt das für verantwortungsvolle Marketingverantwortliche?

-IMMER verantwortungsvoll agieren und größte ethische Sorgfalt walten lassen: Bei Facebook muss man z. B.  über 13 sein, um sich anzumelden – also sollten Unternehmen NIEMALS  Kinder auf Facebook ansprechen!

-Webseiten für unter 12 jährige sind nur in Ausnahmefällen lohnenswert.

-Kinder von heute sind „digital natives“ – Spiele und online Kommunikation müssen immer auf dem neuesten Stand sein- eine Webseite darf  nicht zu statisch sein.

-KEINE Chat Funktion für Kinder.

-Eher auf Informationsseiten mit Entertainment für die ganze Familie setzen.

Und bitte keine Ausmalbilder zum Herunterladen – Ausmalbilder sind für Vorschulkinder, die weder online sind, noch herunterladen können. Oder wollen Sie sich auf die Eltern verlassen, hier zu helfen? 🙂

*Trend Tracking Kids 2012

About kidsandfunconsulting

Die Unternehmensberatung für verantwortungsvolles Kindermarketing
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