Altruismus im Familienmarketing. Der neue Trend?

Der Kinderkurier berichtet, daß eine Wiener Volksschule eine Hilfsaktion für Opfer des Erdbebens und der Tsunami in Japan startet. Das Bipa Schulprojekt endete mit 113 eingereichten sozialen Projekten, die 266.915 UnterstützerInnen gefunden haben. Mit der Gesamtsumme von 500.000 Euro werden nun 75 Projekte umgesetzt. Mit dem Aufruf ” Kinder helfen Kindern ” sind nicht nur die SOS Kinderdörfer erfolgreich.

Wie altruistisch sind Kinder wirklich? Forscher aus der Schweiz und Deutschland haben nachgewiesen, daß sich ca mit 7 Jahren ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn entwickelt und zumindest zum Teil die Entstehung solcher Verhaltensweisen vermutlich genetisch bedingt ist. Mit Freunden oder Familienmitgliedern zu teilen, seien für den Menschen kennzeichnende Verhaltensweisen, schreiben die Forscher, die durch Erziehung und Kultur noch verstärkt werden. In diesem Zusammenhang kann ich Stefan Kleins Buch ” Der Sinn des Gebens” empfehlen.

Wie aber verhält es sich mit Altruismus und Kinder/ Familienmarketing? Das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung in Deutschland hat eine Studie zum Thema Jugend und Nachhaltigkeit durchgeführt, um herauszufinden, wie altruistische Themen und Nachhaltigkeit bei Kindern und Jugendlichen besser kommuniziert werden können. Die Studie kommt zu dem Schluß, dass ” … davon ausgegangen werden kann, dass die Vielfalt heutiger Jugend und ihrer vielschichtigen Lebenswelten und Kommunikationsgewohnheiten unabdingbarer Ausgangs- und Bezugspunkt sein muss für eine erfolgreiche und effektive Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation.” Demnach “existiert weiterhin eine verbreitete Bereitschaft, sich in unterschiedlichen Formen für Umwelt und Nachhaltigkeit zu interessieren und sogar zu engagieren – wenn die dafür förderlichen Bedingungen gegeben sind und die (jugendgemäße sowie milieuspezifische) „Ansprache“ passt.”  Aus den 10 konkreten Empfehlungen für die Kommunikation möchte ich die 7 hervorheben, die Unternehmen in der nachhaltigen Ansprache an Familien und Jugendliche nutzen können:

  1. Möglichkeiten der Identitätsstiftung durch Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen nutzen
  2. Verantwortungsgefühl und Wunsch nach Fairness fördern
  3. Alltagskompetenzen fördern – Beispiel Gesundheit
  4. Neue Medien (Internet) besser nutzen
  5. Zivilgesellschaftliches Engagement besser fördern
  6. Multiplikatoren und Vorbilder aktivieren
  7. Veranstaltungen, Events und besondere Anlässe nutzen und kreieren

Ich halte einen ehrlichen und nachhaltigen Dialog “auf Augenhöhe” zwischen Unternehmen und Familien / Jugendlichen für durchaus wünschenswert, und hoffe, daß sich Unternehmen in Zukunft mehr ihrer sozialen und systemischen Verantwortung bewußt sind, wenn sie mit Familien und Jugendlichen kommunizieren. Nur so kann Kommunikation mit Familien in Zukunft gelingen.

Finden Sie die gesamte Studie hier: http://www.uba.de/uba-info-medien/4078.html

About kidsandfunconsulting

Die Unternehmensberatung für verantwortungsvolles Kindermarketing
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